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Omega Vintage Chronograph Kal. 321 Herren Sammleruhr aus 1953 Omega Vintage Chronograph Kal. 321 Herren Sammleruhr aus 1953 3.990 

Mit Vintage-Uhren auf der Höhe der Zeit

Vintage-Uhren sprechen ein vielfältiges Publikum an. Sie bieten die Chance, hochwertige Uhren gebraucht zu einem attraktiven Preis zu kaufen. Liebhaber besonderer Designs kommen ebenso auf ihre Kosten wie Jäger und Sammler teurer, seltener Stücke.

Argumente für den Kauf einer nostalgische Uhr

  • Breites Preisspektrum
  • Große Auswahl an verschiedenen Designs und Materialien
  • Authentizität
  • Zugriff auf nicht mehr hergestellte Kollektionen

Nicht retro, sondern echt alt: Vintage-Uhren

Niemand legt genau fest, welche Uhr das Etikett „Vintage“ verdient. Bei der Einordnung spielt der Zeitfaktor jedoch die entscheidende Rolle. Für den Uhrenexperten Robert-Jan Broer von Fratellowatches liegt die Vintage-Uhren-Altersgrenze beim Jahr 1990. Letztlich könne aber jeder für sich selbst entscheiden, ob eine Uhr nun Vintage sei oder nicht, so Broer.
Für den Kauf einer Vintage-Uhr spricht in vielen Fällen sicher der Preis. Ein gutes Beispiel ist die Omega Seamaster, eine angesehene Modellreihe, die seit 1948 produziert wird. Eine neue Seamaster mit mechanischem Werk liegt bei 3000-5000 EUR. Unter den angebotenen Seamaster vergangener Jahrzehnte finden sich jedoch Automatik- und Handaufzugsuhren zwischen 500-1000 EUR in gutem bis sehr gutem Zustand. Als Vintage-Fan erstehen Sie folglich eine berühmte Uhr eines Schweizer Top-Herstellers für vergleichsweise kleines Geld. Um sich als Kenner und Liebhaber hochwertiger Zeitmesser zu outen ist eine 50 Jahre alte Omega, Rolex oder Breitling genauso geeignet wie eine neue.
Wenn Sie sich für eine Vintage-Uhr entscheiden, haben Sie einen weiteren Vorteil: Sie sind nicht auf das gegenwärtige Modell beschränkt, sondern können auf eine viel größere Auswahl an Uhren-Modellen zurückgreifen. Unter früheren Versionen finden Sie so vielleicht eine Uhr, die Ihnen besser gefällt als eine aus dem aktuellen Angebot eines bestimmten Herstellers. Vintage-Uhren sind außerdem authentisch. Sie waren wirklich dabei, damals, in den 1960er- oder 1970er-Jahren. Dieses Merkmal macht ihren besonderen Reiz aus und unterscheidet sie von Retro-Uhren. Eine Retro-Uhr ist in ihrem Design zwar dem Stil einer bestimmten Zeit nachempfinden, aber erst kürzlich aufgelegt wurden. Sie ist nicht historisch, sondern lediglich historisierend. Den höchsten Nostalgie-Faktor bietet eine Vintage.
Vintage-Modelle sind bisweilen der einzige Weg, um das gewünschte Modell mit einer speziellen Eigenschaft zu erhalten. Als Beispiel kann die Explorer dienen. Rolex bietet sie seit 2010 mit einem größeren Gehäusedurchmesser von 39 mm an. Wenn Sie aber lieber eine kleinere Ausführung möchten, dann führt kein Weg an einer älteren Explorer vorbei. Die letzte Explorer mit 36-mm-Gehäuse besaß die Referenznummer 114270. In Frage kommen zudem die Referenznummern 6610, 1016 und 14270.
Das Beispiel zeigt, dass die Beschäftigung mit spröden Zahlen häufig den Kauf einer Vintage-Uhr begleitet. Referenznummern helfen Ihnen dabei, Uhren aus einer bestimmten Phase oder mit anderen gewünschten Merkmalen schnell und einfach aufzufinden oder zu identifizieren.

Beratung zum Kauf einer Vintage-Uhr

Das Einholen von Informationen und das Stöbern in einem reichhaltigen Angebot sollten Sie am besten als Teil des Uhrenkauf-Vergnügens sehen. Dazu gehört auch ein Preis-Check. Um bei einer Vintage-Luxusuhr keiner Fälschung aufzusitzen, gilt der Grundsatz: Wenn der Preis unrealistisch niedrig ist, sollten Sie nicht freudig zugreifen, sondern vorsichtig sein. Das übliche Preisniveau für ein bestimmtes Gebrauchtmodell lässt sich bei Chrono24 leicht feststellen. Für Ausreißer nach oben oder nach unten sollte es einen konkreten Grund geben. So muss eine Omega Seamaster für einen dreistelligen Euro-Betrag zunächst einmal keinen Argwohn erregen. Aber bei einer Rolex Submariner zu einem solchen Preis ist Skepsis geboten, denn eine Submariner erzielt sonst viel höhere Preise.
Einzuschätzen, ob eine Uhr zu einem korrekten Preis angeboten wird, erfordert Erfahrung und Fachwissen. Uhrenmagazine und einschlägige Websites liefern Ihnen hilfreiche Informationen. In den Uhrenforen des Internets können Sie ebenfalls kompetente Antworten auf Ihre Fragen erhalten.
Oft ist für den Laien das Preisgefüge des Vintage-Uhrenmarktes schwer zu durchschauen. So kann eine etwas lädiert aussehende Uhr viel wertvoller sein als eine ähnliche in fast makellosem Zustand. Denn honoriert wird vor allem der Originalzustand. Es spielt keine allzu große Rolle, ob deutliche Gebrauchsspuren zu erkennen sind. Wurden stattdessen viele Teile ersetzt, etwa Zifferblatt, Zeiger und Krone, so kann der neue, schöne Schein nicht verhindern, dass eine Wertminderung durch solche „Renovierungsarbeiten“ entsteht.
Preissteigernd wirkt sich auch aus, wenn die Uhr zusammen mit Box und Papieren zum Verkauf steht. Die Originalverpackung und die Hersteller- und Händlerunterlagen stammen aus dem Erstverkauf, der mitunter Jahrzehnte zurückliegt. Sie gelten als ein wichtiger Hinweis darauf, dass mit dem angebotenen Zeitmesser wirklich alles seine Richtigkeit hat. Daraus lässt sich aber nicht schließen, dass Uhren ohne Box und Papiere zu meiden sind. Meist gibt es für das Fehlen der Schachtel und Begleitmaterials einen einfachen und nachvollziehbaren Grund – sie waren unauffindbar und wurden wahrscheinlich vom Erstbesitzer irgendwann entsorgt.
Fehlt Ihnen die Zeit oder die Neigung, tiefer in die Materie einzusteigen, dann sind Sie umso mehr auf einen seriösen Händler angewiesen. Dieser wird Ihnen eine von ihm geprüfte Uhr zu einem fairen Preis verkaufen und im besten Fall sogar eine Gewährleistung bieten.
Uhren werden auch ohne vorherige Prüfung oder Revision offeriert, meist von privat. Dann ist es besser, etwas Geld in der Hinterhand zu haben, um den möglichen Wartungsstau zu beheben. Eine einfache Revision ohne Reparaturen kostet um die 200 EUR. Beim Kauf einer Vintage-Taucheruhr sollten Sie auch die Wasserdichtigkeit prüfen und die Dichtungen tauschen lassen, falls Sie die Uhr tatsächlich unter Wasser tragen werden.

Verblasster Zeiger als Preistreiber

In vielerlei Hinsicht ist der Kauf einer Vintage-Uhr mit dem Erwerb eines Oldtimers oder wenigstens eines gefragten Gebrauchtwagens vergleichbar. Einige Liebhaber alter Uhren ähneln jedoch eher Briefmarkensammlern, die einem seltenen Fehldruck nachjagen und für diesen, wenn einmal gefunden, hohe Summen hinlegen. Als Beispiel kann wiederum Rolex dienen, diesmal mit der Explorer II. Exemplare aus den 1970er-Jahren besaßen einen zweiten Stundenzeiger mit 24-Stunden-Umlauf, dessen orange-rote Farbe ein Problem mit Sonnenlicht hatte. Der farbige Extra-Zeiger verblasste zunehmend unter dem Einfluss von UV-Strahlen. Eigentlich ein Manko, doch kurioserweise erzielen Exemplare der Referenznummer 1655 mit ausgeblichenem 24-Stunden-Zeiger heute fünfstellige Preise. Sie sind damit wesentlich teurer als eine nagelneue Explorer II. Zudem wurde der Explorer II angedichtet, dass der Schauspieler Steve McQueen sie getragen haben soll. Prominente Träger werden gerne als Verkaufsargument benutzt. Das Beispiel zeigt, dass Vintage-Uhren auch als Wertanlage taugen und keineswegs immer nur Schnäppchen im Niedrigpreissegment sind.
Eine Vintage-Uhr, die in gutem Zustand gehalten wird, bleibt relativ wertstabil. Steigerungen ergeben sich manchmal auch aus Gründen, die nichts mit Uhren direkt zu tun haben. Wer vor rund 20 Jahren eine gebrauchte Uhr mit Massivgoldgehäuse gekauft hat, wird das Geschäft schon deshalb nicht bereut haben, weil sich der Goldpreis seither mehr als verdreifacht hat. Bei einem Wiederverkauf wird die Uhr allein aufgrund ihres Materialwertes einen hohen Preis erzielen. Eine getragene deutsche Fliegeruhr aus der ersten Hälfte der 1940er-Jahre stößt auf besondere Resonanz, weil sie Einsätze im 2. Weltkrieg erlebt hat.
Eingestellte Kollektionen bringen ebenfalls gute Preise. Die Autavia von Heuer war um das Jahr 1970 ein beliebter Chronograph bei Rennfahrern. Inzwischen heißt der Hersteller aufgrund einer Übernahme TAG Heuer, und die Autavia gibt es nicht mehr. Sie kostet gebraucht meist mehr als ein Großteil der neuen Uhren des Schweizer Anbieters, nämlich in sehr gutem Zustand mehr als 3000 EUR. Ob man sich von so einem alten Schatz trennen sollte, ist eine ganz andere Frage.