04/06/2021
 4 Minuten

Rolex, Omega und Patek Philippe: Das ultimative Spitzentrio der beliebten Uhrenmarken

Von Jorg Weppelink
Patek Philippe

Rolex, Omega und Patek Philippe: Das ultimative Spitzentrio der beliebten Uhrenmarken

Bei einem kurzen Check der beliebtesten Marken auf Chrono24 wird klar: Rolex, Omega und Patek Philippe sind eindeutig die Top-Seller der Plattform. Diese drei Hersteller prägten – gemeinsam mit der viertbeliebtesten Marke Audemars Piguet – das Image der Uhrenbranche in den letzten zehn Jahren entscheidend mit. Warum sind diese Marken so beliebt? Lassen Sie uns einen Blick auf einige der Faktoren werfen, die ihrem großen Erfolg zugrunde liegen. 

 

Fantastische Produkte

Das A und O sind natürlich die tollen Produkte. Alle drei Marken sind dafür bekannt, dass sie einige der perfektesten Uhren herstellen, die man für Geld kaufen kann. Rolex und Omega sind aktuell Marktführer, weil sie die besten in Serie gefertigten mechanischen Zeitmesser herstellen. Patek Philippe hingegen stellt viel komplexere Uhren her – und das weitgehend in Handarbeit. In Sachen Handwerkskunst und Qualität liegt Patek Philippe definitiv noch einen Tick vor Rolex und Omega.  

One of Omega’s most iconic models: the Speedmaster Professional, a.k.a. the
Eine der berühmtesten Uhren aus dem Hause Omega: die Speedmaster Professional, auch unter dem Namen „Moonwatch“ bekannt

Diese Marken glänzen aber nicht nur mit neuen Uhren. Die drei Hersteller haben einige der berühmtesten Uhrenklassiker geschaffen, von denen auch die Vintage-Modelle bis heute unter Sammlern begehrt sind. Omega ist berühmt für die Modelle Speedmaster und Seamaster. Patek Philippe bietet mit der Nautilus eine der populärsten Ikonen der Moderne. Die Manufaktur zeichnet sich aber auch für die Entwicklung bemerkenswerter klassischer Uhren mit zahlreichen Komplikationen verantwortlich, die bei High-End-Sammlern sehr beliebt sind. Das Angebot von Rolex beinhaltet einige sehr beliebte Vintage-Modelle, wie die Submariner, die GMT-Master, die Datejust und die Day-Date. Sie alle haben die Uhrenbranche in ihrer heutigen Form intensiv mitgeprägt. Die drei Marken sind jedoch nicht nur wegen ihrer Uhren so beliebt. 

Eine Welt voller Luxus

Allen drei Herstellern ist es gelungen, eine Luxuswelt um ihre jeweiligen Marken herum zu erschaffen. Das heißt, sie strahlen nach außen hin ein Image von Exklusivität, exquisitem Geschmack und verschwenderischem Luxus aus, das bei einem großen Publikum Anklang findet. Die Unternehmen sind fester Bestandteil dieser Welt und durch den Kauf eines ihrer Produkte können sich ihre Kunden den Zutritt zu dieser Welt erkaufen. 

Solid gold Rolex Day-Date, a beautiful watch by one of Switzerland’s finest
Rolex Day-Date aus Massivgold: Eine schöne Uhr, gebaut von einem der besten Schweizer Hersteller

Daneben informieren Rolex und Omega ihre Fans auf ihren Plattformen „World of Rolex“ bzw. „Planet Omega“ über ihre neuesten Engagements in Sport, Film, Kunst u. v. m. So gelang es den beiden Marken, eine starke Basis zu schaffen, die weit über Uhrentechnologie an sich hinausgeht. 

Historical Moments 

Es mag wie eine sehr moderne Form von Brand-Marketing anmuten, dass sowohl Omega als auch Rolex bei etlichen sehr geschichtsträchtigen Ereignissen präsent waren. Einige dieser historischen Augenblicke trugen in hohem Maße zum Erfolg der beiden Uhrenhersteller bei. Ein Beispiel hierfür ist die Verbindung zwischen der Omega Speedmaster und der Erforschung des Weltraums, die am 20. Juli 1969 mit der ersten Mondlandung eine ihrer größten Sternstunden erlebte. Dies ist zweifelsohne die bedeutsamste Uhren-Story überhaupt. 

Eine ähnliche Berühmtheit erlangte Rolex als Ausrüster für Bergexpeditionen von historischer Bedeutung. Zwar wissen wir heute, dass Sir Edmund Hillary im Jahr 1953 auf dem Gipfel des Mount Everest seine Rolex nicht trug, aber wir wissen auch, dass sie Teil seiner Ausrüstung war. Rolex versorgte das englische Expeditionsteam – und viele andere davor – mit speziell modifizierten Uhren, die in der Lage waren, den extremen Bedingungen in großer Höhe zu trotzen. Als Edmund Hillary und Tenzing Norgay am 29. Mai 1953 den Everest bezwangen, war dies gleichzeitig der Startschuss für das Vermächtnis der heute so berühmten Rolex Explorer. 

Im Gegensatz dazu setzt Patek Philippe bei der Vermarktung seiner Zeitmesser eher auf Familientradition und sein uhrmacherisches Erbe. In jedem Fall wirkte die Teilhabe von Omega und Rolex an einigen der größten Leistungen der Menschheit im Hinblick auf ihr Marketing wahre Wunder.  

Prominente und ihre Uhren 

Die Uhrenwelt ist voll von Prominenten und Sportstars, die als Markenbotschafter fungieren. Der beste Markenbotschafter ist natürlich einer, dessen Persönlichkeit und Stil zur Marke passen.   

Alle drei Marken haben sehr berühmte Botschafter. Obwohl Patek Philippe keine offiziellen Markenbotschafter hat, werden die Uhren dieses Herstellers von einigen der berühmtesten Menschen der Welt getragen. Unter diesen Prominenten befinden sich Brad Pitt, Eric Clapton, Ed Sheeran, LeBron James und Jay-Z – und das sind noch längst nicht alle.  

President Joe Biden and his Omega Seamaster 300M
Präsident Joe Biden und seine Omega Seamaster 300M

Omega und Rolex hingegen haben offizielle Markenbotschafter aus den unterschiedlichsten Bereichen. Rolex ist stolzer Sponsor vieler verschiedener Sportgrößen, wie z. B. Roger Federer und Tiger Woods. Der Hersteller unterstützt auch Film und Kunst und arbeitet mit Künstlern wie Martin Scorsese, James Cameron, Plácido Domingo und Cecilia Bartoli zusammen. 

Das Gleiche gilt für Omega. Filmstars wie George Clooney, Daniel Craig, Nicole Kidman und Eddie Redmayne sind allesamt prominente Gesichter der Marke. Die Models Cindy Crawford und Alessandra Ambrosio werden ebenfalls mit Omega assoziiert. Der berühmteste Omega-Botschafter im Bereich Sport ist der Golfer Rory McIlroy. All diese berühmten Menschen stärken das Erfolgsimage der Marken, indem sie deren Uhren tragen. 

Moderne Kultur 

Die Hersteller setzen jedoch nicht nur auf berühmte Personen. Durch Zusammenarbeit mit einigen der größten Werbeträger und Events der Welt haben sie sich auch einen festen Platz in der Popkultur erobert. So pflegt beispielsweise Omega seit 25 Jahren eine unglaublich erfolgreiche Beziehung zum James Bond-Kosmos. Außerdem ist die Marke offizieller Zeitnehmer der Olympischen Spiele. Dies ist eine der ältesten bestehenden Partnerschaften einer Uhrenmarke überhaupt.  

Rolex fungiert als offizieller Zeitnehmer vieler Tennisturniere und Formel-1-Rennen. Außerdem sponserte die Marke einige der prestigeträchtigsten Segel-, Reit- und Golfturniere der Welt. Das Genfer Unternehmen ist auch mit klassischen Musikfestivals sowie Veranstaltungsorten verbunden und daneben Partner der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die die Oscars vergibt. 

Diese drei Marken haben sich weit über die Herstellung von Uhren hinaus zu hochkarätigen kulturellen Phänomenen entwickelt. Das ist der Grund, warum sie die begehrtesten Namen auf dem Markt sind und warum alle ihre Produkte kaufen wollen. Denn darum geht es ja am Ende: Eine Spitzenuhr am eigenen Handgelenk – das ist durch nichts zu ersetzen. 

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Über den Autor

Jorg Weppelink

Hallo, ich bin Jorg und schreibe seit 2016 Artikel für Chrono24. Meine Beziehung zu Chrono24 reicht jedoch deutlich weiter zurück, denn meine Liebe zu Uhren erwachte …

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