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101 Gründe, warum Uhren großartig sind – Teil 4
Ihr Design steht immer auch für eine Ära

Jorg Weppelink
29.01.2019
101 Gründe, warum Uhren großartig sind – Teil 3: Ihr Design steht immer auch für eine Ära

 

Die kulturelle Bedeutung von wird oftmals unterschätzt oder sogar komplett übersehen. Wann immer es um die Design-Klassiker bestimmter Zeiten geht, sprechen wir über Architektur, Autos, Möbel und Kunst – aber nicht über Uhren. Das ist schade und nicht richtig, stehen doch viele Uhren für die Zeit, in der sie entwickelt wurden. Und auch sie überdauern Generationen, was sie genau so relevant macht, wie die Designs aus anderen Bereichen.

Fragt man einen Käufer einer Uhr nach dem Grund seiner Kaufentscheidung, so hört man nicht selten so etwas wie: „Ich mag einfach den 80’s Look der Uhr“. Oftmals ist es dabei eine ganz persönliche Geschichte, die der Grund ist, warum man sich für eine Vintage-Uhr entscheidet. Eine Geschichte, die in dem Fall eben in „den 80ern“ stattgefunden hat.

Warum also erkennen wir Uhren nicht als Symbole bestimmter Zeiten an? Ein Grund könnte sein, dass so viele bekannte, klassische Luxusuhren noch immer im Trend sind und sich ihre Beliebtheit seit dem ersten Erscheinen vor Jahren oder Jahrzehnten nicht verändert hat. Eigentlich könnte man erwarten, dass Hersteller versuchen, auffällige und einzigartige Designs zu schaffen. Dies passiert bei größeren Marken aber selten. Es sind eher die kleinen, unabhängigen Marken, die neue Wege gehen. Fast nie stehen sie mit ihren neuen Konzepten aber für eine ganze Industrie.

Ein anderer Punkt ist, dass die Designer der Uhrenmarken nicht als Personen bekannt sind. Man kennt weder Namen noch Gesichter, die für die Designs verantwortlich sind. Das ist in anderen Branchen anders: Bei Autos oder Architektur sind die Designer die Stars der Szene. Wären bestimmte Stile von Uhren mit den Namen der Menschen verbunden, die sie geschaffen haben, wäre es einfacher, Uhren auch als kulturell relevant anzusehen.

 

Omega Constellation Manhattan
Omega Constellation Manhattan

 

Doch auch in der Uhrenindustrie gibt es Namen, die bekannt geworden sind. Der berühmte Uhrendesigner Gérald Genta und sein revolutionärer Ansatz, Luxussportuhren zu entwerfen haben uns einige legendäre Modelle beschert: Die Audemars Piguet Royal Oak, die Patek Phillippe Nautilus und die IWC Ingenieur in den 70er-Jahren. Außerdem noch die Jaeger Le-Coultre Reverso, die ganz charakteristisch für die Art Deco Ära steht. Oder sehen wir uns die Omega Constellation Manhattan an, Name und Design sind ganz typisch für die 1980er-Jahre. Als jemand, der in der 80ern aufgewachsen ist, hätte ich niemals gedacht, dass das Jahrzehnt so einen Einfluss darauf haben würde, wie ich Design sehe und empfinde. Meine Constellation Manhattan aus dem Jahr 1983 erinnert mich immer auch ein bisschen an die Zeit damals und wie sie mich als Persönlichkeit beeinflusst hat.

 

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Jorg Weppelink
Von Jorg Weppelink
29.01.2019
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