08/04/2021
 5 Minuten

Meine Rolex-Story: Artaud und seine Rolex Datejust

Von Chrono24
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Meine Rolex-Story: Artaud und seine Rolex Datejust

Im März fragten wir Sie, warum Ihre erste Rolex auch Ihre persönliche Traumuhr ist. Im Rahmen unseres Gewinnspiels, das am 29.3.2021 endete, haben wir Sie gebeten, uns Ihre persönliche Rolex-Story zuzusenden. Den Anfang machte Eric aus Austin, Texas. Er schickte und eine bewegende Geschichte zu seiner Rolex Datejust. Helicopterpilot Edward aus Australien hatte eine spannende Story zu seiner Rolex GMT Master 2 auf Lager. David – ebenfalls aus Australien – hat es gar geschafft, seine Comic- und Lego-Sammlung in eine Rolex Milgauss zu verwandeln. 

Riesieges Glück hatte der Italo-Amerikaner Tito aus Atlanta. Er versenkte seine Rolex Sea Dweller 1665 auf dem Boden des Lake Lanier. In seiner Story erfahren Sie, wie er es nach zwei Jahren schaffte, seine geliebte Rolex zu bergen. 

Im folgenden Artikel berichtet der Lehrer Artaud Charles aus New York darüber, wie er sich mitten in der Corona-Pandemie und unter Zuhilfenahme einiger Finanzierungstricks eine brandneue Rolex Datejust zulegte. 

Einleitung

Eine meiner Marotten ist, niemals zwei Tage hintereinander dieselben Schuhe zu tragen. Wäre es nicht fantastisch, eines Tages behaupten zu können, dass ich auch niemals zwei Tage hintereinander die gleiche Uhr – also eine Rolex – trage? Der Kauf meiner ersten Rolex war ein Ereignis von großer Tragweite, das für immer in meiner Erinnerung lebt. Es steht für finanzielle Verantwortung, für persönliche und berufliche Leistung, für das Streben nach Perfektion, für Selbstachtung und Freiheit sowie für die innere Überzeugung, endlich ein echter Haute Horlogerie-Connoisseur zu sein. 

Artaud und seine raffiniert finanzierte Rolex Datejust
Artaud und seine raffiniert finanzierte Rolex Datejust

Wer ich bin 

Ich bin Sonderpädagoge und Mathematiklehrer an einer öffentlichen High School in New York. Mein Ziel bestand immer schon darin, meine Schüler zu inspirieren und sie zu selbständigen und vorbildlichen Menschen mit Bürgersinn zu erziehen. Sie sollen kritisch denken können und gern lernen, weil es ihnen ermöglicht, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Die unermüdliche Hingabe und das Streben nach Perfektion, mit der Rolex seine fantastischen Uhren herstellt und der Menschheit mit verschiedenen Initiativen große Dienste erweisen, ist genau die Leidenschaft, die auch mich jeden Tag antreibt. Ich will den vielfältigen Bedürfnissen meiner Schüler gerecht werden, indem ich akademisches Lernen und Leistungsbereitschaft bei allen meinen Schülern fördere. 

Die erste Begegnung 

Ich war ungefähr 17, als ich zum ersten Mal eine Rolex sehen und anfassen durfte. Bob, mein Mentor, Uhrenreparateur und Besitzer einer Rolex Day-Date aus Massivgold, zeigte mir, wie komplex und einzigartig seine Uhr war. Ich war von der schieren Pracht der Uhr total überwältigt: Sie fühlte sich edel, echt und so unglaublich viel besser an als jede andere Uhr, die ich je besessen oder gesehen hatte. 

Der Blick auf mich selbst 

Seitdem sind mehr als dreieinhalb Jahrzehnte vergangen und mein Traum von einer eigenen Rolex war nach wie vor Wunschdenken. Bis ich an einem kalten Februarmorgen darüber nachdachte, was ich seit dem offiziellen Beginn der COVID-19-Pandemie Mitte März 2020 für meine Schüler und mich eigentlich erreicht hatte. An diesem Tag wurde mir klar, dass es gesünder und konstruktiver ist, nicht länger darüber zu lamentieren, was alles schiefging, sondern mich über die guten Dinge zu freuen, die sich in meinem Leben während dieser turbulenten und so wechselhaften Zeit ereignet haben. Hier sind ein paar Ereignisse aus der Zeit zwischen März 2020 und Januar 2021, an die ich mich gerne erinnere: 

  • Fehlende Steuereinnahmen zwangen unseren Bürgermeister zu unangenehmen Entscheidungen. Mehrere Kollegen wurden entlassen. Ich gehörte zu den Glücklichen, die Ihren Job als Lehrer behalten durften. 
  • Ich zahlte meinen Studienkredit vollständig zurück. 
  • Die Bildungsbehörde von New York stellte mich in Vollzeit ein. 
  • Ich erkrankte an COVID-19, wurde aber schnell und ohne Komplikationen wieder gesund. 
  • Trotz des allgegenwärtigen Chaos liebe ich es nach wie vor, zu unterrichten und mich um meine Schüler zu kümmern. 

Der innere Konflikt 

Im Februar 2021 war absehbar, dass meine für Juli 2021 geplante Reise nach Australien ausfallen würde. In diesem Moment beschloss ich, mir etwas Besonderes zu gönnen, um mich selbst zu belohnen. Ich überlegte lange, was das sein könnte und entschied mich schließlich für eine echte Luxusuhr. Aufgrund meiner schönen Erinnerungen an meine Zeit mit Bob lag die Entscheidung für ein Stück aus dem berühmten Hause Rolex nahe. Ich war mir nicht sicher, wie ich sie bezahlen würde, aber ich wusste, meine Rolex sollte nagelneu sein. Ich trieb mich oft auf der Webseite von Rolex herum und sah auch die astronomischen Preise. Das machte mir Angst und ich war sehr verwirrt. Diese riesigen Zahlen wollten mir nicht einleuchten. Mein Problem ist, dass ich städtischer Angestellter mit Champagner-Geschmack und Bier-Budget bin. Dieser innere Konflikt dauerte bis zu dem Moment, in dem ich dem Verkäufer meine Kreditkarte überreichte.  

Die ersten Schritte 

Am 15. Februar rief ich eine Reihe autorisierter Händler in Manhattan an und fragte, ob sie eine Oyster Perpetual 41 oder eine Datejust in Edelstahl für mich hätten. Ich hoffte auf eine OP41, weil ich glaubte, dass sie annähernd zu meinem Budget passen würde. Die Händler notierten meine Telefonnummer und versprachen, mich anzurufen, wenn sich etwas ergeben würde. Eine Warteliste! Das war eine unschöne Überraschung. Einfach hingehen und kaufen ist in der Rolex-Welt offenbar nicht vorgesehen.  

Der große Tag 

Nur achtzehn Tage danach öffnete ich die Tür eines Rolex-Händlers in Hudson Yards in Manhattan, um mir eine Datejust 41 (blaues Zifferblatt, Jubilee-Armband, Leuchtzeiger, glatte Lünette) anzusehen, die ein Verkäufer für mich reserviert hatte. Zehn Tage zuvor war mir eine Datejust 41 mit römischen Ziffern angeboten worden. Die gefielen mir jedoch nicht und ich entschied mich gegen den Kauf. Als ich die Uhr in Hudson Yards anlegte, schlug mir das Herz kurz bis zum Hals und ein leichtes Schaudern lief meine Wirbelsäule hinunter. Da sagte ich mir: „Jetzt hast du ein Problem!“ Ich verließ den Laden und machte einen Spaziergang, um das Finanzielle zu überschlagen. Nach einer Stunde war der Plan fertig: (a) 12,80 % in bar, (b) 3,50 % per EC-Karte, (c) 7,70 % per Kreditkarte und (d) 76 % als zinslose Sonderfinanzierung, vorausgesetzt, die Summe ist nach 12 Monaten vollständig bezahlt. Drei Wochen nach dem Kauf waren meine Schulden schon auf 1.500 USD geschrumpft. Bis Mai 2021 wird Rolex Nr.1 abbezahlt sein und ich habe schon ein Auge auf eine Oyster Perpetual 41 mit silbernem Zifferblatt geworfen. Wer einmal seinen Weg ins Rolex-Universum gefunden hat, kann es offenbar nie wieder verlassen. 

Die 41 mm große Oyster Perpetual steht Artaud perfekt
Die 41 mm große Oyster Perpetual steht Artaud perfekt

Conclusion 

Ich bin begeistert und stolz, diese Rolex Datejust 41 mein Eigen nennen zu können. Sie integriert sich nahtlos in meinen Alltag als Pädagoge und Reisender und verleiht meiner Garderobe und meinem Auftreten Eleganz, Flair und Raffinesse. Die Konfiguration ist einfach perfekt, und der Verkäufer hat seine Sache brillant gemacht. Ich hätte es mir nie verziehen, wenn ich diese Gelegenheit nicht beim Schopf ergriffen hätte. Dieser Kauf ist der Beginn einer wunderbaren Reise und der Einstieg in eine neue Erfahrungswelt, ein echter Wendepunkt in meinem Leben. Nach und nach entdecke ich die Welt der Uhren durch Bücher, YouTube, Chrono24 usw. Meine Rolex ist kein Statussymbol. Sie ist ein Symbol für die Schönheit, die Präzision und die einfachen Freuden des Lebens – dieses kostbaren Lebens voller Ungewissheiten und schicksalhafter Wendungen. Ich bin dankbar für meine Rolex und dafür, dass ich die Zukunft junger Menschen im Klassenzimmer mitgestalten kann, so wie Rolex Sport-, Kunst- und Entdeckungsgeschichte geschrieben hat. 

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