12/22/2020
 5 Minuten

Die 5 teuersten, jemals auf Chrono24 verkauften Uhren

Von Tom Mulraney
Die 5 teuersten, jemals auf Chrono24 verkauften Uhren

Die 5 teuersten, jemals auf Chrono24 verkauften Uhren

Sowohl von Vertretern der Presse als auch von unseren Community-Mitgliedern wird uns häufig eine Frage gestellt: „Welche Uhren sind die teuersten, die jemals auf Chrono24 verkauft wurden?”. Durch die enorme Vielfalt an Modellen, die auf Chrono24 angeboten werden, decken wir das komplette Preisspektrum ab ‒ von angenehm erschwinglich bis unfassbar teuer. Dabei helfen wir Verkäufern, den Kontakt mit Käufern entlang dieses gesamten Preisspektrums herzustellen. Sogar Uhren mit sechsstelligem Preis wechselten auf Chrono24 schon erfolgreich den Besitzer. Damit Sie mir das nicht einfach nur aufs Wort glauben müssen, sind wir tief in unsere Daten eingetaucht und haben die fünf teuersten Uhren, die jemals auf unserer Plattform verkauft wurden, herausgesucht. Alle Informationen dazu finden Sie in diesem Artikel.

5. Patek Philippe Perpetual Calendar Chronograph 5204/1R-001 ‒ 234.525 EUR

Patek Philippe Perpetual Calendar Chronograph 5204/1R-001
Patek Philippe Perpetual Calendar Chronograph 5204/1R-001

Wenn es zwei Komplikationen gibt, die man direkt mit Patek Philippe assoziiert, dann sind das der Schleppzeiger-Chronograph und der ewige Kalender. Die Genfer Marke kombiniert diese beiden Komplikationen in bemerkenswerter Art und Weise in den Modellen ihrer KollektionGrandes Complication. Ein beeindruckendes ‒ wenn auch leicht übertriebenes ‒ Beispiel hierfür ist die Referenz 5204/1R-001. Dieses Modell und seine Geschwister sind die Nachfolger der Referenz 5004, die Patek 1996 auf den Markt brachte. Wenn Ihnen diese Referenznummer bekannt vorkommt, liegt das daran, dass Patek Philippe für die Auktion der Only Watch Charity im Jahr 2013 ein Einzelstück dieser Uhr aus Titan anfertigte, das satte 2,95 Millionen EUR einbrachte. Die Referenz 5204/1R-001 kam 2016 mit deutlich weniger Tamtam auf den Markt. Bei Sammlern war sie jedoch trotzdem enorm beliebt. DIe lag nicht zuletzt an ihrem ebenholzschwarzen, opalen Zifferblatt und dem 40,2 mm großen Roségold-Gehäuse samt passendem, austauschbarem Armband. Dazu kommt noch das hauseigene Handaufzugskaliber CHR 29-535 PS Q, das man durch den Sichtboden aus Saphirglas betrachten kann.

4. Richard Mille RM 11-03 (2x!) -263.564 EUR & 243.524 EUR

Richard Mille RM 11-03
Richard Mille RM 11-03

Von Richard Mille stammen einige der innovativsten und teuersten Uhren der Welt. Daher überrascht es nicht wirklich, dass dieser Name in unserer Liste ein paar Mal auftaucht. Auf Platz vier der teuersten Uhren, die jemals auf Chrono24 verkauft wurden, haben wir nicht eine, sondern zwei Exemplare der RM 11-03 Automatic Chronograph, die in separaten Transaktionen die Besitzer wechselten. Als Sportchronograph der Extraklasse tauchte die RM11 ca. 2007 erstmals am Handgelenk des Formel-1-Fahrers Felipe Massa auf. Er war der erste Profisportler, der sich der Richard-Mille-Familie anschloss und spielte eine wichtige Rolle für den Erfolg des Unternehmens. Bei Richard Mille gibt es aber keinen Stillstand und so wurde die RM 11 schließlich durch die RM 11-03 ersetzt, einem weiteren faszinierenden, vom Rennsport inspirierten Modell. Mit ihrem Flyback-Chronographen, übergroßer Monats- und Datumsanzeige und ihrem tonneau-förmigen Gehäuse aus hochmodernen Materialien erkennt man sie am Handgelenk sofort. Im Inneren arbeitet das Kaliber RMAC3. Sie können das skelettierte Automatikwerk mit seinem Variable-Geometry-Rotor gut durch den Gehäuseboden aus Saphirglas erkennen.

3. Audemars Piguet Royal Oak Offshore Chronograph 26401.RO.OO.A002.CA.01 – 286.517 EUR

Audemars Piguet Royal Oak Offshore Chronograph 26401.RO.OO.A002.CA.01
Audemars Piguet Royal Oak Offshore Chronograph 26401.RO.OO.A002.CA.01

Das erste, das sie über diese Royal Oak Offshore Chronograph von AP wissen müssen, ist, dass ihre Produktion eingestellt wurde. Das alleine gibt Ihnen einen Hinweis darauf, warum einer dieser Chronographen die drittteuerste Uhr war, die jemals auf Chrono24 verkauft wurde. Das ist jedoch längst nicht der einzige Grund. Als die Uhr vor einigen Jahren erstmals auf den Markt kam, wurde sie direkt zu der „Big-Boy”-Uhr von AP, die jeder haben wollte. Bei einem Durchmesser von 44 mm und einer Höhe von 14,12 mm war das roségoldene Gehäuse größer und klobiger als das ihrer Vorgänger. So richtig hebt sich dieses Modell erst dadurch ab, dass es Teil der ersten nicht-limitierten Royal-Oak-Offshore-Reihe ist, die mit Keramik-Lünette und -Drückern ausgestattet wurde. Das mag heute nicht mehr wirklich erwähnenswert wirken, war aber damals bahnbrechend für AP. Zu den weiteren Highlights gehören das schwarze Zifferblatt mit Méga-Tapisserie-Motiv, die kontrastierenden cremefarbenen Indizes mit roségoldener Einfassung und die roten Zeiger für die Chronographen-Funktion. Als Uhrwerk ist im Inneren das beeindruckende Audemars Piguet Kaliber 3126/3840 verbaut, das aus 365 Komponenten besteht und 50 Stunden Gangreserve bietet.

2. Patek Philippe Minute Repeater Perpetual Calendar 5016P – 500.043 EUR

Patek Philippe Minute Repeater Perpetual Calendar 5016P
Patek Philippe Minute Repeater Perpetual Calendar 5016P

Die Patek Philippe Referenz 5016P ist ein modernes Meisterwerk komplizierter Uhrmacherei, das bei den (gut betuchten) Experten unter den Sammlern hoch im Kurs steht. Die Referenz 5016 verfügt über Minutenrepetition, ewigen Kalender und Tourbillon und wurde, als sie 1993 auf dem Markt kam, umgehend zur kompliziertesten Armbanduhr von Patek Philippe. Auch wenn sie 2001 diesen Titel an die Sky Moon Tourbillon Referenz 5002 abgeben musste, blieb die 5016P aufgrund ihrer Unaufdringlichkeit bei Sammlern beliebt. Auf den ersten Blick fiele Ihnen vielleicht gar nicht auf, was an dieser Uhr so besonders ist. Bei genauerer Betrachtung werden Sie aber direkt Feuer und Flamme sein. Wie bei allen anderen hochkomplizierten Uhren von Patek Philippe waren die Produktionszahlen auch bei der Referenz 5016 niedrig. So niedrig sogar, dass Experten schätzen, dass in den 18 Jahren, in denen sie produziert wurde, nur ungefähr 200 Stück hergestellt wurden. Diese Uhren gibt es in Gelb-, Weiß- oder Roségold sowie in Platin. Das Exemplar, das auf Chrono24 verkauft wurde, war eines der seltenen Platin-Modelle.

1. Richard Mille RM 052 Skull – 723.262 EUR

Richard Mille RM 052 Skull
Richard Mille RM 052 Skull

Die teuerste Uhr, die jemals auf Chrono24 verkauft wurde, ist eine der coolsten Richard-Mille-Uhren, von denen Sie wahrscheinlich noch nie gehört haben. Sie kam 2012 auf den Markt, daher das etwas aus der Mode gekommene „Totenkopf-Zifferblatt”. Zur damaligen Zeit waren Uhren mit Totenköpfen der neueste Schrei und viele Marken versuchten sich an eigenen Variationen. Richard Mille verfolgte einen für die Marke typischen Ansatz, an dessen Ende eine verrückte Uhr stand. Das alles zu einem Zeitpunkt, als die Marke noch versuchte in die Riege der großen Name vorzustoßen. Statt lediglich das Zifferblatt mit einem Totenkopf zu verzieren, wurden die aus Titan gefertigten Platinen und Brücken in die Form eines Totenkopfes gestaltet. Bei genauerem Hinsehen, erkennen Sie, dass Ober- und Unterkiefer den Rubin des Tourbillon-Käfigs halten. Die Art und Weise in der das Kaliber in der Mitte des Gehäuses aufgehängt ist, erzeugt zudem den Eindruck, als würde der Schädel durch gekreuzte Knochen gehalten. Dieses Modell war seiner Zeit voraus und brachte Richard Mille in aller Munde. Es wurden nur 21 Stück hergestellt; 15 davon in Titan, 6 in Rot- oder Weißgold, abhängig von den Präferenzen der Kunden. Daher ist die Uhr extrem heiß begehrt.

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Über den Autor

Tom Mulraney

Ich wuchs in den 1980er- und 90er-Jahren in Australien auf. In der Stadt, in der ich lebte, gab es keine nennenswerte Uhren-Szene. Lediglich ein Händler hatte …

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