Abfahrt, Snowboard und Rodelpartie – Uhren für Ihr Winterabenteuer

René Herold
05.02.2019
Abfahrt, Snowboard und Rodelpartie – Uhren für Ihr Winterabenteuer

 

Wenn Sie in diesem Winter planen, sich die Skier anzuschnallen oder eine zünftige Rodelpartie zu unternehmen, denken Sie gut darüber nach, welche Uhr Sie mit in den Schnee nehmen. Denn Sie müssen wissen, dass längst nicht jede Armbanduhr den Anforderungen auf der Skipiste gewachsen ist und dass Sie auf einige Dinge achten sollten, damit Ihre Uhr den Winterurlaub unbeschadet übersteht.

 

Feuchtigkeit und Erschütterungen – die Hauptfeinde jeder Uhr

Zum Wintersport gehören Schnee und Eis, die bekanntlich nichts anderes sind als gefrorenes Wasser. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass Ihr Zeitmesser gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt ist. Als Faustregel gilt: die Uhr sollte mindestens bis 100 m (10 bar) wasserdicht sein. Uhren mit Spritzwasser-Schutz – also mit einer Wasserdichtheit von 30 m bis 50 m – reichen nicht aus! Ein Sturz in den Schnee oder ein Treffer bei einer Schneeballschlacht können diesen Uhren durchaus gefährlich werden.

 

Richard Mille RM 35-02 – schockresistent bis 5.000 G
Richard Mille RM 35-02 – schockresistent bis 5.000 GFoto: Richard Mille

 

Wintersportuhren müssen außerdem unempfindlich gegenüber Stößen und Erschütterungen sein. Denn ganz gleich, ob Sie wie Martin Fourcarde in der Loipe unterwegs sind, den Hang wie Lindsey Vonn hinunterbrausen oder sich wie Shaun White in der Halfpipe an einem doppelten Backflip versuchen: Ihre Uhr muss einiges aushalten. Nichts ist ärgerlicher, als nach einem Tag auf der Piste festzustellen, dass die Uhr nicht robust genug war und den Geist aufgegeben hat. Damit Sie Ihren Winterurlaub ohne Bedenken genießen können, brauchen Sie eine Uhr mit einem möglichst stabilen Schwing- und Hemmsystem. Zeitmesser mit Quarzantrieb haben in dieser Beziehung klar die Nase vorn. Bei ihnen gibt ein Quarzkristall den Takt vor, bei Uhren mit analoger Anzeige kommt noch ein kleiner Schrittmotor hinzu. Es gibt also kaum mechanische Teile, die durch Stöße beeinflusst werden können. Mechanische Uhren mit Unruh, Anker, Ankerrad und Hemmung sind für Erschütterungen deutlich anfälliger. Achten Sie also unbedingt darauf, dass die mechanische Uhr Ihrer Wahl über ein gutes Antischock-System verfügt.

 

Funktionstüchtig auch bei Minusgraden

Eine weitere Herausforderung, der sich Uhren auf der Piste stellen müssen, sind die niedrigen Temperaturen. Auch bei klirrendem Frost müssen sie zuverlässig ihren Dienst verrichten. Gleichzeitig darf der Wechsel von warm zu kalt und umgekehrt keinen Einfluss auf das Gangverhalten der Uhr haben. Bei mechanischen Uhren erweist sich in diesem Punkt meist die Unruhspirale als Schwachstelle. Diese Spiralen bestehen in der Regel aus Metalllegierungen. Diese können auf Temperaturen reagieren, sich ausdehnen oder zusammenziehen. Bei der filigranen Unruhspirale führt das dazu, dass diese nicht mehr richtig schwingt und Gangabweichungen die Folge sind. Im schlimmsten Fall kann die Uhr sogar ganz stehen bleiben. Allerdings müssen die Bedingungen dafür schon extrem sein, denn die meisten modernen Unruh-Systeme haben dank jahrelanger Forschung heutzutage eine recht hohe Toleranz gegenüber Temperaturschwankungen.

Ähnlich sieht es bei Quarzuhren aus. Bei ihnen führten tiefe Temperaturen in der Vergangenheit oft zu entladenen Batterien, doch auch hier hat die Technik in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht.

Welche Uhren erfüllen nun all diese Kriterien? Die erfreuliche Antwort: Eine ganze Menge. Exemplarisch haben wir ein paar Modelle herausgesucht, mit denen Sie im Schnee eine gute Figur machen.

 

Quarzuhren für den Skiurlaub – günstig und viele Zusatzfunktionen

Den Anfang machen die quarzgetriebenen Outdoor-Uhren der Kollektion Pro Trek von Casio. Wie ihre Schwestern aus der berühmten G-Shock-Reihe sind auch diese Uhren dank des Resin-Gehäuses extrem hart im Nehmen. Sie halten bis 100 m ( 10 bar) dicht, werden mit Solarenergie betrieben und vertragen ohne Probleme Temperaturen bis -10°C. Zusätzlich hat Casio ihnen so sinnvolle Funktionen wie einen digitalen Kompass, einen Höhenmesser und ein Thermometer spendiert. Die LCD-Anzeige kann zudem die Sonnenauf- und -untergangszeiten darstellen. Weltzeitfunktion, Stoppuhr und verschiedene Alarme machen das Gesamtpaket perfekt. Und günstig sind die Alleskönner auch noch.

 

Casio Pro Trek
Casio Pro Trek

 

Deutlich klassischer kommt die Longines Conquest 1/100th Alpine Skiing daher. Der traditionsreiche Schweizer Uhrenhersteller ist seit mehreren Jahren offizieller Zeitnehmer des Ski-Alpin-Weltcups und hat die Uhr zum 50. Jubiläum des Wettbewerbs aufgelegt. Das 41 mm große Edelstahlgehäuse mit verschraubtem Boden, kratzfestem Saphirglas und verschraubter Krone macht diesen Chronographen robust und schützt ihn bis 300 m (30 bar) gegen eindringendes Wasser. Als Herz kommt ein Quarzwerk zum Einsatz, das es möglich macht, Zeiten auf die Hundertstelsekunde genau zu stoppen. Das Design ist sportlich-schick, also auch perfekt für jede Après-Ski-Party geeignet.

 

Longines Conquest 1 100th Alpine Skiing
Longines Conquest 1 100th Alpine Skiing

 

Mechanische Uhren für Eis und Schnee

Der deutsche Hersteller Sinn Spezialuhren ist besonders für seine Einsatzzeitmesser bekannt. Diese Uhren wurden größtenteils für den harten Alltag von Rettungsfliegern und Marinetauchern entwickelt. Als Beispiel sei hier die Sinn EZM 12 genannt. Diese Uhr ist bis 200 m (20 bar) wasserdicht und verfügt zudem über eine spezielle Trockenhaltetechnik, die das Beschlagen des Uhrenglases und durch Feuchtigkeit verursachte Schäden am Uhrwerk. verhindert. Außerdem ist sie stoßsicher und wird auch von Temperaturen zwischen -45°C und +80°C nicht aus dem Takt gebracht.

 

 

Historisch geradezu prädestiniert für Eis und Schnee sind die Rolex Explorer und ihre jüngere Schwester, die Explorer II. Schon Sir Edmund Hillary und der Sherpa Tensing Norgay trugen der Legende nach bei der Erstbesteigung des Mount Everest frühe Prototypen der Explorer. Seither erfreuen sich beide Modelle bei Bergsteigern und Polarforschern großer Beliebtheit. Das liegt zum einen an der schon fast legendären Ablesbarkeit, zum anderen an der robusten Bauweise. Das Oyster-Gehäuse aus Edelstahl und die doppelt abgedichtete Twinlock-Krone schützen das mechanische Manufakturwerk bis 100 m (10 bar) zuverlässig vor eindringendem Wasser. Stößen und Schlägen hält sie dank des von Rolex entwickelten Paraflex-Antischocksystems stand und die Parachrom-Spirale der Unruh bleibt von Temperaturschwankungen weitgehend unbeeindruckt. Egal, ob Sie sich für die schlichte Explorer oder die mit zweiter Zeitzone und Datum ausgestattete Explorer II entscheiden – beide Modelle sind echte Rolex-Klassiker, mit denen Sie garantiert Eindruck machen.

 

 

Für den Schweizer Luxusuhrenhersteller Hublot ist Wintersport so wichtig, dass er in dem bekannten Wintersportort Zermatt einen eigenen Ski-Lift mit dem Namen „Hublot-Express“ betreibt. Die passenden Uhren haben sie mit der Kollektion Big Bang natürlich auch im Angebot. Die Uhren zeichnen sich durch ihr extravagantes Design und die Kombination unterschiedlichster Materialien aus. Sie sind nicht nur präzise Zeitmesser, sondern auch ein Fashion-Statement.

 

 

Zeiten stoppen an der Piste – Chronographen und Wintersport

In Ihrem Ski-Urlaub brauchen Sie auf mechanische Chronographen nicht zu verzichten. Auch hier steht eine breite Palette an Modellen zur Auswahl. Die Speedmaster Mark II von Omega ist beispielsweise ein solcher Kandidat. Sie ist dank des Co-Axial-Kalibers gut gegen Stöße geschützt, hält bis zu 100 m (10 bar) dicht und kann Zeiten auf die Viertelsekunde genau stoppen. Der Schweizer Luxusuhrenhersteller hat einige Erfahrung mit Wintersport. Er ist seit Jahren offizieller Zeitnehmer der Olympischen Winterspiele und des Bob-Weltcups.

 

 

Das deutsche Familienunternehmen Mühle-Glashütte hat mit dem S.A.R. Flieger-Chronographen hingegen einen Zeitstopper geschaffen, der härtesten Bedingungen gewachsen ist. Die Uhr wurde mit den Rettungsfliegern der deutschen Marine entwickelt und dort auf Herz und Nieren getestet. Ein Ausflug in den Schnee stellt für sie also keine große Herausforderung dar. Um eine möglichst große Bewegungsfreiheit zu ermöglichen, wurden Krone und Drücker auf der linken Gehäuseseite platziert. Der Start-/Stopp-Drücker ist zudem extra groß und lässt sich auch mit Handschuhen leicht bedienen.

 

 

Darf es etwas luxuriöser sein? Dann greifen Sie doch zur Patek Philippe Aquanaut Chronograph. Die sportliche Schwester der berühmten Nautilus passt perfekt zu jedem Ski-Anzug. Sie ist bis 120 m (12 bar) wasserdicht und bietet einen Chronographen mit Flyback-Funktion. Diese Uhr ist vielleicht nichts für die ganz wilden Abenteuer, doch auf der Ski-Hütte sind Sie mit diesem edlen Stück garantiert der Star.

 

 

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Von René Herold
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